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02/01 2008:
Abflug unserer Senegalgruppe am 02.01.2008



Abschied der Senegalgruppe vom Flughafen Berlin-Tempelhof


 

Heute morgen um 06:00 Uhr ging unsere Senegalgruppe im Flughafen Tempelhof zum Checkin, um dann nach Brüssel zu starten.

Außer allen Mitgliedern ging auch 43 kg Gepäck pro Person durch die Abfertigung - das meiste davon sind "Mitbringsel"

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10/01 2008:

Dakar, 2./3.Januar 2008

Mit achtstündiger Verspätung und einem kleinen Umweg über Guinea Konakry kamen wir gegen Mitternacht in Dakar an.

Nach einem Koffer wird immer noch gesucht...

Am Flughafen erwarteten uns Herr Manga, unser Freund Dapina sowie viele ehemalige Schüler aus Bignona, wie z.B. Bily, Baba, Amidou, Salimate und Mamadou.

Am ersten Tag fuhren wir mit dem Bus in die Innenstadt, machten einen Stadtrundgang und erledigten einige Formalitäten für die Weiterreise, was einige Stunden in Anspruch nahm.

Abends besuchten wir unseren Freund Dapina und seine Frau. Wir berichteten über die Entstehung des Vereins und erfuhren, dass einige ehemalige Schüler aus Bignona jetzt in Dakar Germanistik studieren.




Dapina

Dakar, 4. Januar 2008

Am 4. Januar besuchten wir das Polizeipräsidium, um uns für die Unterstützung bei der Passbearbeitung der letzten senegalesischen Delegation zu bedanken.

Nach dem Mittagessen ging es dann zurück in die Herberge und von da aus zum Hafen.

Dort verabschiedeten wir uns von unseren Freunden um Richtung Casamance aufzubrechen.

Bei starkem Wind wurde das Ablegemanöver zum Abenteuer und gelang letztendlich nur mit Hilfe eines Schleppers.




Daniel vertieft in einem Gespräch mit Amidou

Ziguinchor - Bignona, 5. Januar 2008

Heute Morgen lud uns der Kapitän auf seine Brücke ein und gab uns einen Einblick in die Technik und die Sicherheitsvorkehrungen (Susi atmete auf).

Susi war die Einzige, die auch Delphine beobachten konnte.

Jetzt fahren wir den Casamancefluss entlang, schauen auf Mangroven, kleine Ortschaften und viele Fischerboote.

Gleich erreichen wir Ziguinchor, wo wir unter anderem von dem ehemaligen Schulleiter  Auguste Preira erwartet werden. Dort sind wir zum Essen eingeladen, bevor wir nach Bignona fahren.

Auf dem Weg nach Bignona hielten wir im Mangrovensumpf an (durch den eine Straße führt) und erhielten erste interessante Infos.
Bereits 2006 wurden in der Gegend junge Mangroven gepflanzt (65.000) um die Bestände zu erhalten bzw. zu vergrößern. Wir sahen aber auch völlig abgeholzte Sumpfgebiete.

Nachmittags erreichten wir Bignona, wo uns schon die Schüler und Lehrer mit kleinen Snacks, Trommeln, Tanz und Gesang erwarteten. Gemeinsam liefen wir zur Unterkunft und saßen dort gemütlich zusammen. Der neue Schulleiter des CEM Ahoune Sané Bernard Gomis hieß uns herzlich willkommen und würdigte die Partnerschaft.
Es war auf beiden Seiten eine große Freude die Mitglieder der letzten Delegationen wieder zu treffen, wie zum Beispiel Aissatou, Ramatoulaye und Dialika.






Begrüßung durch Auguste Preira in Ziguinchor, Begrüßung der Delegation in Bignona sowie in der Unterkunft





Die Mangroven

Bignona, 6. Januar 2008

Nach dem Sonntagsfrühstück, wurden wir von einigen Schülern abgeholt um durch die Stadt zu laufen und den Markt zu besuchen. Wir kosteten Affenbrot, kauften Stoffe und wurden von vielen freundlich begrüßt.

Zum Fest der Heiligen Drei Könige haben einige von uns auch die katholische Kirche besucht. Dort waren viele Menschen und wieder wurde getrommelt, gesungen und getanzt.

Um 16 Uhr treffen wir uns mit Bernand Gomis und anderen um das Programm durchzusprechen.




Auf dem Markt.......

Bignona, 7. Januar 2008

Diesen Montag verbrachten wir ausschließlich in unserer Partnerschule C.E.M. Ahoune Sané, wo wir in Gruppen in den Unterricht gingen und am Schulleben teilnahmen. Außerdem führte uns der Schulleiter Herr Gomis durch die Schule und erklärte uns das Schulsystem.

Besonders interessant fanden wir die Eintrittskarten für Schüler, die zu spät kommen. Diese müssen sich erst eintragen lassen und dürfen dann zum Unterricht. Den meisten von uns fiel im Unterricht die Ruhe und die große Beteiligung trotz Klassen mit über 50 Schülern auf.

In der Pause verteilten wir auch unsere Fragebögen zu persönlichen und gesellschaftlichen Themen. Das für uns alltägliche Ausfüllen eines Fragebogens war hier ein großes, für viele erstmaliges Ereignis.

Bignona, 8. Januar 2008

Heute Vormittag standen viele offizielle Besuche beim Schulamt, dem Bürgermeister und dem Polizeikommandanten von Bignona auf dem Programm. Sie haben besonders die Regelmäßigkeit unserer Besuche geschätzt und auf die Bedeutung hingewiesen, die die Partnerschaft auch über das C.E.M. hinaus besitzt.

Nachmittags begannen wir dann zusammen mit Schüler/innen des C.E.M. die Fragebögen auszuwerten.






Besuch im Schulamt, anschließender offizieller Besuch beim Bürgermeister von Bignona.
Gemeinsame Auswertung der Fragebögen.

17/01 2008:

Bignona, 9. Januar 2008

Um acht Uhr begann der Unterricht am C.E.M., den wir bei Herrn Manga in der 9. Klasse im Fach Deutsch mitgestalteten. Nach einem Geburtstagsständchen für Dr. Gisela Führing übten wir für das Schulfest ein Lied ein und anschließend stellten die Schüler Fragen zu Deutschland.
Zum Mittagessen wurde jeder von uns in eine andere Familie eingeladen. Dort blieben wir dann bis zum Abend.
Die vielen neuen Erfahrungen waren für alle bereichernd und ermöglichten uns einen Einblick in das senegalesische Familienleben.






Alltägliche Arbeit, die Deutschstunde in der 8. Klasse und eine neue Freundschaft?

Bignona, 10. Januar 2008

Laura, Susi und Martin verbrachten den Vormittag in der Schule. Die anderen werteten die Fragebögen und die ersten beiden Interviews mit Schülern aus. Da einige Lehrer am C.E.M. an einem Lehrerstreik wegen mangelnder Zahlung der Gehälter teilnahmen, hatten zahlreiche Schüler Zeit, uns zu unterstützen.
Nachmittags besuchten wir die Nonnen und eine Frauenorganisation, die Sirup und getrocknete Mangos produziert und verkauft. Sie erzählten uns, wie diese Organisation entstanden ist und funktioniert, während wir von ihren Produkten kosten durften.
Abends feierten wir gemeinsam mit einigen Lehrern den Geburtstag von Dr. Gisela Führing.





Die Auswertung der Fragebögen in "Baumis" Rondell sowie ein Besuch in der uns bekannten Obst-Manufaktur

Bignona, 11. Januar 2008

Heute besuchten wir die Grundschule in Colomba und das C.E.M. in Niamone, wo Bernard Gomis bis vor kurzem Schulleiter war.
Morgens ging es im vollbesetzten Minibus los.

In Colomba erwarteten uns bereits die Grundschüler mit ihren Lehrern und Dorfvorstehern.
Wir konnten neue Schulgebäude sehen, die zum Teil durch unsere Hilfe und in Zusammenarbeit mit einer Grundschule in Bernau finanziert werden konnten.

Beim Verlesen der französischen Fassung von einem der Briefe der Schüler aus Bernau trat beeindruckende Stille ein. Alle hörten aufmerksam zu. Dass unter dem Motto „Kuchen in Deutschland wird zu Ziegelsteinen im Senegal“ erfolgreich Geld für Colomba gesammelt wurde, bewegte die Zuhörer sichtlich.
Auch die Bäume, die bereits von der ersten Delegation Anfang 2002 gepflanzt wurden, konnten wir bestaunen.

Anschließend ging es weiter nach Niamone. Um dorthin zu gelangen, mussten wir die Hauptstraße verlassen und auf staubigen Wegen durch die schöne Waldlandschaft der Casamance fahren. Obwohl die Schüler am heutigen Tag keinen Unterricht hatten, warteten  ca. 100 Leute auf uns, überwiegend Schüler des dortigen C.E.M.. Sie begleiteten uns mit Gesang durch das Dorf bis zur Schule. Unter einem großen Baum kamen viele Leute des Dorfes zusammen, um uns zu begrüßen.
Wie in Senegal üblich wurden einige Reden gehalten und anschließend besichtigten wir die ersten Schulräume des C.E.M, die allein durch die Eigeninitiative des Dorfes ohne staatliche oder andere Hilfe errichtet wurden.

Wie jeden Nachmittag versammelten sich wieder zahlreiche Schüler vom C.E.M und Lycée im Hof unserer Pension. Daniel Behringer nutzte heute die Gelegenheit mit ihnen über die afrikanischen Soldaten im 2. Weltkrieg zu sprechen. Dabei wunderten wir uns über ihre enormen geschichtlichen Kenntnisse und Wissbegierde.





Im Minibus nach Colomba, gemeinsame Arbeit im Lycée im Hof unserer Pension

18/01 2008:

Bignona / Ziguinchor, 12.Januar 2008

Wir haben uns früh mit senegalesischen Schülern und Lehrern auf den Weg zu den Mangroven gemacht. In der Nähe des Mangrovengebietes gibt es bereits eine Naturschutz-Jugendgruppe, die sich für die Aufforstung mitverantwortlich fühlt. Mit einigen aus dieser Gruppe sowie Mangroven-Experten trafen wir uns, um unter ihrer Anleitung etwa 400 Mangroven-Stecklinge zu pflanzen. Weil wir dabei bis zu den Knien im Sumpf versanken, hatten wir viel Spaß. Dabei erfuhren wir alle viel Wissenswertes über die Bedeutung der Mangroven speziell im Senegal.

Beim Essen in Ziguinchor trafen wir zwei ehemalige Mitglieder der 1. Delegation, die 2003 in Deutschland war. Sie führten uns stolz durch ihre Universität, die seit zwei Jahren besteht und die erste Universität in der Casamanche ist.

Auf dem Kunstmarkt fanden wir traditionelle Holzschnitzereien, Kleidung und Schmuck.

 







In der Nähe des Mangrovengebietes, Mangroven-Stecklinge und Matschbeine nach dem Pflanzen.
Neue Uni In der Casamanche!?

Bignona / Cap Skirring, 13./14.Januar 2008

Nach einer arbeitsreichen Woche hieß es endlich ausruhen in Cap Skirring.  

Auf dem Weg dorthin blieb ein Teil der Gruppe in Emnapore und wurde durch den heiligen Wald geführt. Ein Angehöriger der ehemaligen Königsfamilie der umliegenden zehn Dörfer gab uns Einblicke in die dortige Naturreligion sowie deren Bräuche. Viele dieser Rituale kamen uns mystisch vor.
Unser Geschichtslehrer Herr Behringer und einige interessierte Senegalesen interviewten währenddessen Zeitzeugen, die im 2. Weltkrieg für Frankreich kämpfen mussten.
Nach einer Fahrt im –nach unseren Vorstellungen- übervollen Bus konnten wir uns mit unseren senegalesischen Freunden im Atlantik erfrischen. Melanie und Herr Behringer nutzten die entspannte Atmosphäre, um weitere Interviews mit Schülern durchzuführen.
Auch auf der Rückfahrt konnten wir u.a. die wunderschöne Natur inklusive exotischer Vögel und Frauen bei der Reisernte sehen.






Der Strand von Cap Skirring..........
Deutschstunde mit Herrn Behringer

BIgnona / Birkama, 15.Januar 2008

Am Dienstag stand ein Dorfbesuch auf dem Programm; der durch einen Besuch vor einem Jahr und Projektaktivitaeten von Dr. Albert Mané und Dr. Gisela Führing vorbereitet waren.
Nach zwei Stunden Busfahrt, auf „echten senegalesischen Straßen“, wurden wir in Birkama von der gesamten Dorfgemeinschaft, also mehreren hundert Menschen, tanzend und singend empfangen. Viele trugen sogar Kostüme.
Mit der Dorfbevölkerung und deutscher Unterstützung durch den Verein ASET e.V.  wurde dort eine Schule aufgebaut.
Extra zu diesem Anlass wurde eine Kuh geschlachtet und wir aßen zusammen mit dem ganzen Dorf aus riesigen Schüsseln. Nach einem beeindruckenden Kulturprogramm pflanzte jeder unserer Gruppe einen Eukalyptusbaum und gab ihm seinen jeweiligen Namen.






Begrüßung in Birkama durch die Dorfgemeinde.
Nach einen beeindruckenden Kulturprogramm in Birkama wurden gemeinsam Eukalyptusbäume gepflanzt

Bignona, 16.Januar 2008

Am Morgen besuchten wir den Direktor des Lycée’s (Gymnasium), wo viele ehemalige Schüler des CEM ihr Abitur machen. Am  Nachmittag hatten wir ein wenig Freizeit um in der Stadt und auf dem Markt einige Besorgungen zu machen. Außerdem begannen wir die Ergebnisse der Fragebögen zu vergleichen und darzustellen.

Am Abend fand eine Konferenz zum weiteren Fortgang der Partnerschaft statt. Des Weiteren wurde das bisherige Programm evaluiert. Dieses Treffen wurde von beiden Seiten als sehr erfolgreich eingeschätzt.

 

Bignona, 17. Januar 2008

Den Donnerstag nutzten wir voll aus, um an der Auswertung und der Darstellung der Umfrage weiterzuarbeiten.
Mit einigen Schülern wurde ein deutsches Volkslied eingeübt, um es morgen gemeinsam auf dem Schulfest am Freitag vorzuführen.

04/02 2008:

Bignona, 18.Januar 2008

Heute fand vormittags das Schulfest statt. Mit viel Applaus wurde der neue, sowie der alte Schulleiter des C.E.M. Ahoune Sane geehrt. Auch Herrn Zaspel wurde im Namen der Schule gedankt und ein Geschenk überreicht. Gemeinsam mit der senegalesischen Schulklasse sangen wir „Laurenzia“ und überreichten vom Senegalverein ausgestellte Ehrenmitgliedschaften an Schüler und Lehrer, die entweder in Deutschland waren, oder sich im besonderen Maße für unser Projekt engagiert haben.

 

Bignona, 19. Januar 2008

Den Morgen verbrachten wir damit unsere Sachen zu verpacken und vor allem für die vielen Geschenke geeignete Transportmöglichkeiten zu finden. Dann werteten wir in einer großen Diskussionsrunde gemeinsam mit senegalesischen Schülern die Ergebnisse der Fragebögen aus. Am Abend fuhren einige Lehrer und Schüler zur Radiostation eines lokalen Radiosenders und ließen sich zwei Stunden interviewen.

Bignona, 20. Januar 2008

Nun ging es also mit dem Bus zur Fähre, an der wir uns von den meisten unserer Freunde verabschieden mussten.

Auf der Fähre selbst kamen schließlich alle Gruppenmitglieder in den Genuss Delfine zu sehen. Besonders für Laura, die über jeden Delfin jubelte, war das ein tolles Erlebnis, was dem Abschied ein wenig die Schwere nahm.

Dakar, 21. Januar 2008

Mit zwei Stunden Verspätung wegen offiziell „metrologischen“, unserer Meinung nach aber technischen Problemen (wie wir aus dem schwarzen Qualm und Ruß schlossen), kamen wir schließlich in Dakar an. Dort bezogen wir in einem Hotel Quartier und besuchten anschließend die Insel Gorée, wo wir auch an einer Führung durch das Sklavenmuseum teilnahmen. Zusätzlich besuchten wir auf der Insel Madame Seck, deren verstorbener Mann das Meeresmuseum leitete und mit den vorigen Delegationen bekannt war.

Dakar, 22. Januar 2008

Heute machten wir uns auf zum Lac Rose, dem Salzsee in der Nähe von Dakar. Nach der Fahrt mit einer Piroge und einem Vortrag über die Salzgewinnung, wagten viele den Sprung in den See, in dem man wegen des hohen Salzgehaltes nicht untergehen kann.

Am Abend sahen wir zusammen mit Freunden aus Dakar den Africa Cup (Senegal spielte).

Dakar, 23.Januar 2008

Vormittags waren wir in der deutschen Botschaft, anschließend ging es zur Universität, an der viele der ehemaligen Schüler aus Bignona nun studieren. Abends fuhren wir zum Flughafen und verabschiedeten uns von unseren Freunden.

05/02 2008:

Dakar-Brüssel-Berlin: 24. Januar 2008

Nach einem vierstündigen Aufenthalt in Brüssel, kamen wir schließlich Mittags in Berlin an, wo wir schon von unseren Lieben erwartet wurden. Hier gab es noch ein Abschlussfoto und erste „Schnellberichte“ über die Reise.

Norbert Hahn